Steuern verstehen, um den Staat zu steuern!

Steuern sind Gegenstand vieler politischer Diskurse – emotional aufgeladen beschränken sich Argumentationen auf niedrigere oder höhere Steuern unwissend derer Wirkweisen und Auswirkungen.

Da stehe ich nun mit dem Spatzen in der Hand und sehe die Taube auf dem Dach.

Ich glaube, die Taube ist frei und sitzt so weit oben, dass ich sie nicht erreichen kann. Wie gerne hätte ich diese Taube und nicht nur den Spatzen in meiner Hand.

Die Taube ruht, sieht mich an und fliegt davon. Sie weiß, wo ihr Taubenschlag ist, sie weiß, wo ihr Besitzer ist. Sie ist nicht frei – denn dort, wo sie verweilt, sind viele ihrer Gleich.

Nicht zehn, nicht hundert, gar tausend Tauben nennt er sein Eigen – schindet Eindruck in der ganzen Stadt. Lieber einen ganzen Taubenschlag als einen Spatzen in der Hand, so sein Rat.

Das Sprichwort des Spatzen in der Hand und der Taube auf dem Dach soll den Angesprochenen sein individuelles Glück im Anbetracht eines größeren, unerreichbaren Glückes aufzeigen. Mit unseren heutigen sozialen und ökonomischen Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten könnte man zynisch behaupten, das Beispiel wolle Blindheit für die Zusammenhänge der eigenen Situation aufbringen und die Wahrnehmung der Taube auf dem Dach verzerren.

Dieser Blog will sich mit keinem Spatzen zufrieden geben, sondern strebt nach der Taube auf dem Dach. 

Silas Dick

Dipl. Finanzwirt

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